Schluessel

Chip auslesen

Bild Labor2

Das Auslesen von Chip-Daten unter Umgehung von Lock-Bits setzt unterschiedliche und recht komplexe Vorgehensweisen voraus, die stark abhängig sind vom jeweiligen Chip-Modell. Genaue Kenntnisse über die interne Architektur des jeweiligen Chips sowie ein hohes Maß an Spezialwissen und jahrelange Erfahrung sind die Basis, um diese Arbeiten korrekt und sicher ausführen zu können.

Unser Team greift hier auf erfahrene Ingenieure zu, die sich auf diese Arbeiten teilweise bereits seit 2005 spezialisiert haben.

Je nach Version genügen manchmal „relativ“ einfache Maßnahmen, um den Chip auslesen zu können, oftmals jedoch sind extrem aufwendige 3-D-Arbeitsvorgänge dazu notwendig.

Bereits im Vorfeld können wir anhand der Typenbezeichnung des Mikroprozessors oder Speichers entscheiden, ob wir den Chip auslesen können oder nicht. Eine physikalische Prüfung des Chips ist vorab nicht notwendig.

Wie lesen wir Daten aus lockbit-geschützten ICs aus?


Möglichkeit 1
Es gibt Chips, die wir tatsächlich von außen über die Pins auslesen können. Dies funktioniert eher bei älteren Versionen. Bild LaborHier haben die ChipDesigner seinerzeit noch keinen all zu großen Fokus auf die Sicherheit des Auslesens verwendet. Es gibt teilweise Einfallstellen im Bereich des operation-timing-designs, die wir nutzen können, um die Verschlüsselung des Chips mit einer speziellen Software zu umgehen.

Möglichkeit 2
Einige komplexer geschützte Chips können mit einer anderen Methode, ebenfalls extern über die Pins, ausgelesen werden. Hier ist die Vorgehensweise deutlich schwieriger.
Der Prozessor wird hierbei in unterschiedliche, exact definierte Stress-Situationen versetzt.
Durch eine besondere Kombination von Überspannungs- und Taktfrequenz-Angriffen gleichzeitig an mehreren bestimmten Pins in unterschiedlichen Varianten ist es möglich, bei diesen Chip-Versionen eine genau definierte Fehlfunktion des Prozessors zu erzwingen. In dieser Situation generierte Taktsprünge können die Verschlüsselungsfunktion außer Kraft setzen, ohne die Chipdaten zu zerstören.

Möglichkeit 3
Mit fortschreitender Chipentwicklung wird es immer seltener möglich, durch externe Maßnahmen an die Chipdaten zu gelangen, da die Chip-Designer sich der Thematik angenommen haben und ihrerseits bemüht sind, die Chips besonders sicher zu verschlüsseln.
Hier bietet sich der direkte mechanische Zugriff auf das interne Chip-Design an.
Dazu erfolgt eine physikalische Sondierung der Chip-Struktur, wozu in der Regel das Chip-Gehäuse geöffnet werden muss.
Hierbei ist prinzipiell zu unterscheiden, ob die Auslesesperre hardware- oder softwareseitig gesetzt wurde.
Mit punktueller UV-Bestrahlung kann eine physikalische Auslesesperre aufgehoben werden. Dies funktioniert jedoch nicht bei Mikrocontrollern. Hier muss eine Mikrosonde unter sehr starker mikroskopischer Vergrößerung an den Datenbus angelegt werden. Die Steuerung startet dann über weitere Verbindungen den Lesevorgang im Programmiermodus neu. Eine weitere Leitung erlaubt dann, alle Daten aus dem Programm- und Datenspeicher auszulesen.
 

Urheberrecht

Es ist im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften nicht untersagt, Programmcodes auszulesen. Beachten Sie jedoch bei der weitergehenden Verwendung der Programmcodes, dass in einzelnen Ländern unter Umständen urheberrechtliche Bestimmungen zu beachten sind. Wir können nicht für eine eventuell illegale Verwendung der von uns exrahierten Codes haftbar gemacht werden.

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